Der Brand hat vieles verändert. Aber er hat auch gezeigt, wie stark unsere Schulfamilie ist. Wir arbeiten jeden Tag daran, unseren Schülerinnen und Schülern einen sicheren, guten und positiven Schulalltag zu ermöglichen. Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden – offen, transparent und mit Zuversicht.
Nach den Osterferien kehrten zehn Schulfische und eine Garnele, die den Brand überlebt hatten, zurück in ein neues Aquarium. Das war für unsere Schulfamilie ein besonders berührender Moment.
Für viele Kinder war dies ein emotionales Wiedersehen. Die Tiere wurden zu einem Symbol dafür, dass nach schweren Ereignissen neues Leben, Freude und Zuversicht entstehen können.
Die Stadt Hannover stellte erste Planungen für die kommenden Jahre vor. Dabei wurde deutlich: Es geht nicht nur um die Beseitigung des Brandschadens, sondern um eine umfassende Sanierung und Erweiterung Grundschule Beuthener Straße.
Der veröffentlichte Zeitplan sieht mehrere Übergangsphasen vor:
Unterricht aller Klassen an der Käthe-Paulus-Schule bis zum Sommer 2026
Schuljahr 2026/27 lernen unsere Schülerinnen und Schüler weiterhin auf dem Kronsberg
Sommer 2027 geplanter Umzug in die Modulbau-Schule an der Erythropelstraße
voraussichtlich 2031/32 vollständige Rückkehr nach Abschluss der Bauarbeiten an der Grundschule Beuthener Straße
Diese Perspektive brachte Klarheit – auch wenn der Weg lang ist.
In den folgenden Monaten entwickelte sich Schritt für Schritt ein neuer Alltag. Unterricht, Ganztagsangebote, Projekte und schulische Veranstaltungen wurden am Ersatzstandort organisiert.
Kinder und Erwachsene mussten sich auf vieles neu einstellen: längere Wege, veränderte Räume, neue Abläufe. Gleichzeitig zeigte sich eine große Stärke unserer Schulfamilie.
Viele Presseberichte beschrieben die beeindruckende Ruhe, mit der Kinder diese Situation angenommen haben und das große Engagement des Teams.
Ein besonderes Highlight ist der Neustart des kostenlosen Frühstücks brotZeit für alle Kinder am Schulstandort. So frühstücken Schülerinnen und Schüler der Käthe-Paulus-Schule und der Grundschule Beuthener Straße täglich gemeinsam in der Mensa.
Bereits gut eine Woche nach dem Brand konnte der Unterricht wieder aufgenommen werden – am Ersatzstandort in der Käthe-Paulus-Schule.
Rund 350 Kinder erhielten damit wieder einen geregelten Schulalltag. Um den längeren Schulweg zu bewältigen, wurde ein Busshuttle organisiert. Für viele Kinder war dies eine völlig neue Erfahrung: Schule an einem anderen Ort, neue Wege, neue Räume, aber vertraute Lehrkräfte, Klassenkameradinnen und Klassenkameraden. Dieser Neustart war ein wichtiges Signal: Schule geht weiter.
In den folgenden Tagen arbeiteten Stadtverwaltung, Schule, Betreuungskräfte und viele weitere Beteiligte mit Hochdruck an einer Übergangslösung.
Es wurde eine Notbetreuung eingerichtet – besonders für Familien, die kurzfristig Unterstützung brauchten. Parallel wurden Räume an der Käthe-Paulus-Schule vorbereitet. Möbel, Unterrichtsmaterialien und organisatorische Abläufe mussten in kürzester Zeit neu geplant werden.
Die Berichterstattung in Presse und Fernsehen hob in diesen Tagen besonders hervor, wie schnell und pragmatisch alle Beteiligten zusammenarbeiteten.
Erst am Sonntagvormittag konnte endgültig „Feuer aus“ gemeldet werden. Der Einsatz hatte rund 18 Stunden gedauert.
Nun zeigte sich das ganze Ausmaß der Zerstörung: Teile des Schulgebäudes waren nicht mehr nutzbar, Dächer beschädigt, Räume durch Löschwasser und Rauch betroffen. Schnell wurde deutlich, dass ein regulärer Schulbetrieb zunächst nicht möglich sein würde.
Für viele Familien begann an diesem Wochenende eine Zeit großer Unsicherheit: Wann kann Unterricht wieder stattfinden? Wo werden die Kinder lernen? Wie geht es weiter?
Am Samstagnachmittag gegen 15:37 Uhr gingen zahlreiche Notrufe bei der Feuerwehr Hannover ein. Schon beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war sichtbar, wie ernst die Lage war: Flammen schlugen aus einem Gebäudeteil unserer Schule.
Nach Angaben der Feuerwehr breitete sich das Feuer vom Verbindungstrakt auf die Aula sowie Teile des Daches aus. Besonders betroffen waren die Aula, angrenzende Sanitärbereiche und ein zentraler Gebäudeteil.
Zu diesem Zeitpunkt befand sich noch eine Jugendgruppe eines Sportvereins in der nahegelegenen Turnhalle. Alle Personen konnten sich rechtzeitig und geordnet in Sicherheit bringen.
Mehr als hundert Einsatzkräfte kämpften über Stunden gegen die Flammen, um weitere Gebäudeteile zu schützen. Noch in der Nacht war die Feuerwehr vor Ort.