Die Steuergruppe der Grundschule Beuthener Straße aus Hannover hat sich gemeinsam mit Kathrin Bennigsen, Schulleiterin der Käthe-Paulus-Schule, kurz vor den Osterferien auf den Weg nach Wetzlar gemacht, um an der Albert-Schweitzer-Schule zu hospitieren. Trotz der weiten Anreise hat sich dieser Besuch in jeder Hinsicht gelohnt.
Vor Ort konnten wir Unterricht erleben, der konsequent vom Kind aus gedacht ist. Besonders eindrucksvoll waren die vielfältigen Raumkonzepte sowie der offene und produktive Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der Schule. Dabei wurde deutlich, dass wir bereits wichtige Ansätze an unserer eigenen Schule umsetzen – gleichzeitig erhielten wir wertvolle neue Impulse, die uns darin bestärken, unseren Weg weiterzugehen und weiterzuentwickeln.
Insbesondere die Bedeutung des Raumes als „dritter Pädagoge“ hat für uns noch einmal an Gewicht gewonnen. Freie Sitzwahl und flexible Sitzmöglichkeiten eröffnen die Chance, gezielt auf unterschiedliche Lernstile und individuelle Bedürfnisse – etwa bei ADHS – einzugehen.
Zugleich wurde uns erneut bewusst, dass ein Unterricht im Gleichschritt den individuellen Lernprozessen der Kinder nicht gerecht werden kann. In unserer Trainingszeit haben die Schülerinnen und Schüler bereits heute die Möglichkeit, gezielt an ihren Basiskompetenzen in Mathematik und Deutsch zu arbeiten – jeweils in ihrem eigenen Tempo und entsprechend ihres Lernstandes.
Durch die Einblicke in die Arbeit der Albert-Schweitzer-Schule sowie durch weitere Impulse der Käthe-Paulus-Schule wurden wir zusätzlich inspiriert, unseren Unterricht weiter zu öffnen. Konzepte wie individuelle Lernwege oder sogenannte Wanderkarten bieten hier spannende Perspektiven. Erste Ideen dazu konnten wir bereits erproben, sodass jedes Kind zunehmend selbstbestimmt und im eigenen Tempo lernen kann.
Unser herzlicher Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen der Albert-Schweitzer-Schule und der Käthe-Paulus-Schule für diesen gewinnbringenden und inspirierenden Austausch.